Speiseröhre

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Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein Muskelschlauch, der die Mundhöhle mit dem Magen verbindet. Sie liegt im Inneren des Brustraums unmittelbar an der Wirbelsäule und hinter dem Herz. Die Speiseröhre bewegt flüssige und zerkaute Speisen durch gleichmäßige Kontraktionen nach Einleitung durch das Schlucken. Die innere Oberfläche der Speiseröhre ist in der Endoskopie (Gastroskopie) gut sichtbar. Die Beurteilung der Beweglichkeit und der Muskelkraft sind in der Druckbestimmung (Manometrie) und im Schluckaktröntgen möglich.
Das Zurückfließen von saurem Mageninhalt ist in der pH-Metrie sichtbar.

Prozesse in unmittelbarer Nachbarschaft der Speiseröhre sowohl im Brustraum als auch im Bauchraum sind durch den Endoskopischen Ultraschall sichtbar. Durch diese Untersuchung sind auch Gewebeentnahmen möglich (Feinnadelbiopsie).


Häufig gestellte Fragen

Habe ich einen bösartigen Tumor der Speiseröhre?
Bei Tumoren der Speiseröhre bleiben feste Bissen in der Speiseröhre hängen. Beim Schlucken fester Bissen entsteht ein Druck hinter dem Brustbein. Oft sind es Semmeln, Fleisch und Thunfisch, die erst beim Nachtrinken von Wasser in den Magen gespült werden.

Jede Schluckstörung ernst nehmen!
Verengungen und erschwertes Schlucken entstehen auch nach Entzündungen der Speiseröhre zum Beispiel nach jahrelangem Sodbrennen, nach Verätzungen der Speiseröhre oder auch nur durch Bewegungsstörungen der Speiseröhre.

Ist Krebs der Speiseröhre heilbar?
In Frühformen ist Krebs der Speiseröhre heilbar. Sehr frühe Formen machen aber keinerlei Beschwerden. Sie werden oft zufällig bei einer gewissenhaften Gastroskopie entdeckt. Diese Form des frühen Speiseröhrenkrebses wird nur in der Endoskopie durch Entnahme von Gewebsproben erkannt. Auch bei fortgeschritten Tumoren haben Sie durch eine Operation, eine Chemotherapie und eine Bestrahlung Heilungschancen.

Ist dazu eine große Operation notwendig?
Eine frühe Form des Speiseröhrenkrebses kann nach der Diagnose bei der Gastroskopie entfernt werden. Diese Form der endoskopischen Operation heißt Mukosaresektion. Oft reicht dieser Eingriff als Behandlung dieser bösartigen Erkrankung aus.

Bin ich ein Risikopatient für Speiseröhrenkrebs?
Krebs der Speiseröhre ist selten.
Im oberen Teil der Speiseröhre tritt eine spezielle Form dieses Tumors auf. Wenn Sie stark rauchen und auch oft hochprozentigen Alkohol trinken, oder wenn bei Ihnen bereits einen Krebs im Bereich des Halses entdeckt wurde, haben Sie ein erhöhtes Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Im unteren Teil der Speiseröhre tritt eine andere Form von Speiseröhrenkrebs auf. Sie entsteht manchmal aus einer im Mikroskop erkennbaren Vorstufe der Schleimhaut (Barrett- Epithel). Diese Umwandlung der Schleimhaut wird begünstigt durch zurückfließenden Mageninhalt. Sie bemerken dieses Zurückrinnen oft durch Auftreten von Sodbrennen. Manchmal tritt trotz Zurückrinnen von Magensaft in die Speiseröhre kein Sodbrennen auf und diese Veränderungen entstehen trotzdem.

Wird in Gewebsproben unter den Mikroskop eine derartige Veränderung entdeckt, sind jährliche bis zweijährliche Kontrollen sinnvoll. Bei kleinsten Hinweisen auf eine bösartige Veränderung wird die Schleimhaut dann lokal entfernt durch eine Mukosaresektion. Gewissenhafte Nachkontrollen sind dann unbedingt erforderlich.

Endoskopie der Speiseröhre Endoskopie der Speiseröhre
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Im Zuge meiner Forschungstätigkeiten konnte ein Keim entdeckt werden, der durch Antibiotikaeinnahme schwere Dickdarmentzündungen verursachen kann.